Risikomanagement

Arbeitsbereich Risikomanagement

Sofern bestimmte landschaftspflegerische Maßnahmen risikobehaftet sind, d.h. Prognoseunsicherheiten bestehen, ist für diese ein Risikomanagement vorzusehen. Auslöser hierfür sind Wissensdefizite bei der Beurteilung von Projektwirkungen und / oder Wissensdefizite bzgl. der Wirksamkeit von Maßnahmen. Über das Risikomanagement sollen deshalb Risiken auf ein vernünftiges und durchführbares Maß minimiert werden.

Somit müssen bspw. artenschutzrechtlich erforderliche Maßnahmen, deren Erfolgsaussichten nicht eindeutig prognostiziert werden können, über ein Monitoring kontrolliert werden, so dass bei sich einstellenden Abweichungen (Gegen-)Steuerungsmöglichkeiten ergriffen werden können, um das Maßnahmenziel dennoch zu erreichen.

Dabei ist das Monitoring bzw. die Umweltüberwachung als Teil des Risikomanagements zu verstehen. Im Zuge des Monitorings bieten sich gestuft ineinander greifende Nachkontrollschritte an. Neben den Herstellungskontrollen sind zunächst die Pflege- und Funktionskontrollen für jede landschaftspflegerische Maßnahme erforderlich. Insbesondere die Überprüfung des angestrebten Maßnahmenziels im Zuge der Funktionskontrollen ist in unterschiedlicher Tiefe vorzusehen.
Handlungsalternativen können erforderlich werden, wenn sich der gewünschte Maßnahmenerfolg nicht innerhalb eines definierten Zeitraums einstellt, z.B. weil die Standortvoraussetzungen nicht gegeben sind oder sich die Rahmenbedingungen im Umfeld oder auf der Fläche selbst z.B. durch Nutzungsänderungen, Störeinflüsse oder Naturkatastrophen verändern.

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Unsere Leistungen und Kompetenzen

Die Bosch & Partner GmbH bietet Ihnen qualifizierte Beratung und Unterstützung bei der Ermittlung und Bewertung von Prognoseunsicherheiten sowie der Entwicklung und Durchführung von Monitoringkonzepten bzw. Maßnahmen des Risikomanagements:

  • Monitoring (Früherkennung durch Kontrolle geeigneter Indikatorsachverhalte),
  • Definition und Identifikation von kritischen Erfolgsfaktoren zur Erreichung der Ziele (z.B. Eignung, Entfernung, Zustand von Quellpopulationen),
  • Identifikation der maßnahmenspezifisch bekannten, ggf. hemmenden oder fördernden Entwicklungsrandbedingungen entsprechend den Erkenntnissen der Bestandserfassung,
  • Steuerung (Etablierung geeigneter Maßnahmen, z.B. Mahdregime),
  • ggf. Korrekturen an den ergriffenen Maßnahmen im Fall des Erkennens von Fehlentwicklungen.

Projektbeispiele zum Risikomanagement

Umwelt-Monitoring zum Ausbau Flughafen Frankfurt / Main

Gemäß Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau Flughafen Frankfurt / Main wird für die planfestgestellten Vermeidungs-, Minimierungs-, Artenhilfs-, Kompensations- und Kohärenzsicherungsmaßnahmen ein Monitoring durchgeführt

Solarpark „Turnow-Preilack“

Monitoring für die Artenschutz- und Kompensationsmaßnahmen für den Solarpark „Turnow-Preilack“

Erfolgskontrolle und Perspektiven für den langfristigen Schutz und die weitere Entwicklung von Voralpenmooren am Beispiel der Mooseuracher Moore

Fortführung der bisherigen Dauerbeobachtung in den Mooseuracher Mooren zur Erfassung der langfristigen Renaturierungserfolge

Synergienanalyse SUP-Monitoring

SUP-Monitoring im Ballungsraum Frankfurt/ Rhein-Main - Synergien zwischen RegFNP und kommunaler Ebene