Bioenergie

Entwicklung von übertragbaren Konzepten zur naturverträglichen energetischen Nutzung von Gras und Schilf am Beispiel der Region Havelland

Auftraggeber:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen des Förderprogramms „Energetische Biomassenutzung“

Auftragnehmer:

Deutsches BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) in Kooperation mit Bosch & Partner GmbH, Leibniz-Institut für Agrartechnik e.V. (ATB), Engemann & Partner, Rechtsanwälte und Notare

Aufgabenstellung:

Regionale Abschätzung der Größe, Qualität und Verteilung der Biomassepotenziale von Grünland und besonderen Biotopen sowie aus der Gewässerunterhaltung. Entwicklung von übertragbaren Nutzungskonzepten zur energetischen Verwertung.

Bearbeitungszeitraum:

2010– 2012

Die energetische Nutzung von biogenen Reststoffen aus der Landschaft gewinnt aufgrund vielfältiger Entwicklungen im Bereich der Erneuerbaren Energieerzeugung und des Umweltschutzes zunehmend an Bedeutung. Vor allem die Tatsache, dass bei einer Reststoffverwertung Nutzungskonkurrenzen minimiert werden, macht diese Rohstoffe besonders interessant für eine energetische Verwertung. Im Vorhaben werden die regionalspezifischen Rohstoffpotenziale von Gras (Heu) und Schilf auf Basis von GIS-Daten ermittelt. Weiterführend erfolgt eine Regionalanalyse in Hinblick auf die infrastrukturellen Gegebenheiten der Bioenergieanlagenstandorte sowie der Wärmesenken, um in Verbindung mit den Potenzialen mögliche Anlagenstandorte identifizieren zu können. Gleichzeitig werden konzeptionell-praktische Untersuchungen zum Thema der Pelletierung und Verbrennung der betrachteten Rohstoffe durchgeführt und Nutzungsoptionen der Biogasproduktion betrachtet.

Der Teilbeitrag der Bosch & Partner GmbH bestand insbesondere in der Abschätzung des Biomassepotenzials in seiner Qualität und räumlichen Verteilung. Hierzu erfolgte zum einen eine detaillierte GIS-gestützte Analyse verfügbarer Informationsgrundlagen aus den InVeKoS-Daten, der Biotopkartierung sowie der Boden- und Nutzungskartierungen. Zum anderen wurde eine umfassende Befragung von Akteuren aus der Gewässerunterhaltung und Landwirtschaft durchgeführt, um einen Überblick der aktuellen Situation zu erhalten. Im Weiteren wurden regionale Nutzungskonzepte erarbeitet und es erfolgte eine Bewertung in Hinblick auf ihre Übertragbarkeit.