Bioenergie

Evaluierung und Untersetzung der relevanten Regelungen zu Naturschutzanliegen bei der Stromerzeugung aus Biomasse im aktuell verabschiedeten Erneuerbare-Energien-Gesetz

Auftraggeber:

Bundesamt für Naturschutz

Auftragnehmer:

Deutsches Biomasse Forschungszentrum und
Unterauftragnehmer Bosch & Partner GmbH

Bearbeitungszeitraum:

2012 -2014

Projektbericht:

>>Download des Berichtes (barrierefreies pdf)

Mit der Neufassung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) zum 1. Januar 2012 ergeben sich insbesondere im Biogas- und Festbrennstoffbereich neue Anforderungen und Vergütungshöhen für Anlagenbetreiber, die die Attraktivität von ausgewählten Stoffströmen erhöhen. Daraus folgen neue Problem- und Fragestellungen, die für die Naturverträglichkeit der Bioenergienutzung von zentraler Bedeutung sind, um Fehlentwicklungen rechtzeitig aufzuzeigen bzw. zu vermeiden.

Im Projektkontext befasst sich die Bosch & Partner GmbH mit Fragestellungen zu den Auswirkungen der Stromerzeugung aus Biomasse auf Natur und Landschaft. Diese ergeben sich in erster Linie aus einer Veränderung der Art und Intensität der land- und forstwirtschaftlichen Bodennutzung. Neben der Auswertung bestehender naturschutzfachlicher Reglungen innerhalb und außerhalb des EEG liegt der Bearbeitungsschwerpunkt auf der ökologischen Analyse ausgewählter Einsatzstoffe. Maßgeblich erfolgt eine Untersuchung der Biomassen aus naturschutzfachlicher Sicht bezüglich ihrer Einordnung in die Einsatzstoffvergütungsklassen.

Ziel der systematischen Bewertung der Einsatzstoffe und der damit verbundenen möglichen Bereitstellungswege ist eine differenzierte Darstellung der Biomassen nach Wirkungsfaktoren und Wirkungskategorien sowie der Intensität der möglichen Synergien und Konflikte mit den Zielen von Naturschutz und Landschaftspflege. Im Ergebnis wird dann analysiert, ob und wie sich die Einstufung in den Anhängen der Biomasseverordnung verändern muss. Einhergehend werden Vorschläge für eine Neuordnung der ökologisch vorteilhaften Einsatzstoffe formuliert. Darüber hinaus berücksichtigt wird, dass die ökologischen Auswirken häufig maßgeblich durch die Fruchtfolge beeinflusst werden und gleichzeitig vom Standorttyp abhängig sind.