Bioenergie

Natur- und bodenschutzgerechte Nutzung von Biomasse-Dauerkulturen – Teilprojekt Biomasse aus der Landschaftspflege

Auftraggeber:

Sächsischen Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)

Auftragnehmer:

TU Dresden
Kooperationspartner: Peters Umweltplanung / Bosch & Partner GmbH, Ingenieurbüro Feldwisch

Aufgabenstellung:

Landesweite Abschätzung der Größe und Verteilung der Biomassepotenziale aus der Landschaftspflege. Aufzeigen der Verwertungsmöglichkeiten der in der Landschaftspflege  anfallenden holzigen, krautigen und halmgutartigen Biomassefraktionen.

Bearbeitungszeitraum:

2009 bis 2010

Hintergrundinformationen und Abschlussbericht

Der Erzeugung von Biomasse in Kurzumtriebsplantagen sowie die energetische Nutzung von Biomasse aus der Landschaftspflege soll in Sachsen eine besondere Bedeutung zukommen. Kurzumtriebsplantagen sind sowohl im Hinblick auf die Flächeneffizienz als auch die Naturverträglichkeit den einjährigen Kulturen an vielen Standorten überlegen. Die Nutzung von Reststoffen aus der Landschaftspflege eröffnet darüber hinaus Synergien mit den Zielen des Naturschutzes. Vor diesem Hintergrund wurden die entsprechenden Ertragspotenziale für den Freistaat Sachsen landesweit abgeschätzt, um darauf aufbauend räumlich konkrete Nutzungsstrategien zu entwickeln.

Der Teilbeitrag der Bosch & Partner GmbH bestand insbesondere in der raumbezogenen Abschätzung des landesweiten Biomassepotenzials aus der Biotop- und Landschaftspflege. Hierzu erfolgte zum einen eine detaillierte GIS-gestützte Analyse verfügbarer Datengrundlagen aus der Biotopkartierung sowie Boden- und Nutzungskartierungen und zum anderen wurde eine umfassende Befragung von Akteuren aus der Landschaftspflege und dem Naturschutz durchgeführt, um einen Überblick über die aktuelle Situation der Verwendung von Landschaftspflegematerial in Sachsen zu erhalten.

Ergänzend zur Potenzialanalyse wurden die für die energetische Verwertung der anfallenden Biomassefraktionen verfügbaren Technologien aufgezeigt und bewertet sowie notwendige Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Bereitstellung dieser Potenziale analysiert.