Raumplanung

Regionales Energie- und Klimaschutzkonzept für die Planungsregion Oberlausitz-Niederschlesien, Sachsen

Auftraggeber:

Regionaler Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien

Auftragnehmer:

Leipziger Institut für Energie GmbH

Kooperationspartner/Unterauftragnehmer:

Bosch & Partner GmbH

Aufgabenstellung:

Erarbeitung des REKK als Modellvorhaben mit den Schwerpunkten Potenzialanalysen zum Ausbau erneuerbarer Energien und natürlicher CO2 – Senken sowie Entwicklung von Handlungsempfehlungen und Maßnahmen.

Bearbeitungszeitraum:

06.2011 - 12.2012

Die Erstellung regionaler Energie und Klimaschutzkonzepte ist ein wesentliches Instrument der Energiewende. Die von der Bundesregierung festgelegten Ziele sollen so verstärkt durch die Kommunen und Landkreise gesteuert werden und damit auch zu einer erhöhten regionalen bzw. lokalen Wertschöpfung beitragen.

Bosch & Partner bearbeitete federführend die Ermittlung der Potenziale von erneuerbaren Energien zur Energieerzeugung sowie der natürlichen CO2–Senken zum REKK. Für jede Sparte erneuerbarer Energien erfolgt eine eigene Potenzialanalyse. Ausgehend von spezifischen technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden zunächst die theoretischen und darauf aufbauend die mobilisierbaren, raum- und umweltverträglichen Flächen- und Energiepotenziale ermittelt. Dabei konnten einerseits die spezifischen Ansprüche der einzelnen EE-Spaten an den Raum (Windhöffigkeit, Sonneneinstrahlung, Biomasseertrag, Bodentemperatur etc.) mit einbezogen werden und andererseits auch mit der spezifischen Wirkung auf den Raum und die Umwelt verbunden werden (Flächeninanspruchnahme, Emissionen etc.). Dabei wurde besonderer Wert auf die räumliche Differenzierung der Potenziale gelegt. Die Analyse erfolgt GIS-gestützt und in enger Abstimmung mit regionalen Experten und weiteren Akteuren. Dazu wurden in einer ersten Analyse bereits bestehende Potenzialstudien auf regionaler aber auch auf Landes- oder kommunaler Ebene ausgewertet und für die Erarbeitung des Energiekonzeptes herangezogen. So konnten strukturelle und ökologische Faktoren, welche die Eigenschaft technischer Beschränkungen haben, mit der technisch nutzbaren Fläche verschnitten werden. Die Tragfähigkeit eines Raumes für einzelne EE-Nutzungen ergibt sich dabei aus der Überlagerung der spezifischen Wirkprofile der EE-Spaten und den Empfindlichkeiten des Raumes gegenüber diesen Wirkungen. Das bedeutet, je nach standortgebundener Empfindlichkeit gegenüber den spezifischen Wirkprofilen besteht ein höheres oder geringeres Konfliktrisiko.

Ökosysteme, welche mehr CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen als sie abgeben, gelten als natürliche Kohlenstoffsenken. Dabei wird aus dem klimaschädlichen Kohlendioxid der Kohlenstoff zeitweilig oder dauerhaft gebunden und Sauerstoff freigesetzt. Das Kohlenstoff Aufnahmepotenzial natürlicher CO2 – Senken in der Planungsregion wurde mit den langfristigen Fixierungswerten der Wälder und Moore abgeschätzt, welche in Deutschland zu den wichtigsten Senken gehören.

Anhand der regionalen Energie und Klimaschutzkonzepte können die, von der Politik gesetzten Ziele auf ihre Umsetzbarkeit überprüft und gleichzeitig an verschiedensten stellen auf Handlungsbedarf hingewiesen werden.