Klimafolgenanpassung

Schnittstellen zwischen Anpassungsstrategien an den Klimawandel und Strategien im Kontext von Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik

Auftraggeber:

KomPass – Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung im Umweltbundesamt

Auftragnehmer:

Bosch & Partner GmbH in Kooperation mit KLEAR Solutions und Dr. Wachter Büro für Umweltplanung

Bearbeitungszeitraum:

2013 - 2015

Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels betrifft nahezu alle Sektoren der Wirtschaft und Gesellschaft. Die Phänomene und Ereignisse, die mit dem Klimawandel verbunden sind, und damit auch die Anpassungsnotwendigkeiten sind hierbei nicht grundsätzlich neu. Gesellschaft und Wirtschaft müssen sich aber auf die sich ändernden Temperatur- und Niederschlagsverhältnisse und auf voraussichtlich höhere Intensitäten oder Frequenzen auch extremer Wetter- und Witterungsereignisse vorbereiten.

Eine zentrale politisch-strategische Linie im Anpassungsprozess ist das sogenannte „Mainstreaming“. Darunter wird die möglichst systematische Integration der Anpassung in alle relevanten Planungsprozesse und Entwicklungsstrategien verstanden. Um dieses Mainstreaming zu befördern, müssen Anpassungserfordernisse bestmöglich mit den Zielsetzungen der sektoralen Politiken abgestimmt werden. Ausdruck der mit dem Mainstreaming verbundenen Anforderungen ist die im Jahr 2008 von der Bundesregierung verabschiedete Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS). Sie macht deutlich, wie außerordentlich breit das Themenspektrum ist und wie langfristig die zu betrachtenden Zeithorizonte sind.

Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, die Schnittstellen der DAS und des Aktionsplans Anpassung (APA) mit anderen Strategien der Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik zu un-tersuchen, Synergien und Konflikte herauszuarbeiten und Vorschläge zu entwickeln, wie der Umgang mit den Schnittstellen optimiert werden kann. Die Ergebnisse sollen Impulse zur weiteren Ausgestaltung des Mainstreamingprozesses und der Zusammenarbeit der Ressorts liefern. Im Fokus der Analysen stehen nicht nur die Strategiedokumente selbst, sondern vor allem auch die daraus resultierenden Strategie- und Umsetzungsprozesse sowie die Akteure, die diese Prozesse mitgestalten. Im Vordergrund der Arbeiten stehen pragmatische partizipative Ansätze, die den Austausch und die aktive problemorientierte Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten fördern und für den weiteren Prozess (auch nach Abschluss des Vorhabens) tragfähige Strukturen für das Schnittstellenmanagement begründen.