Natura 2000

FFH-Vorprüfung für das Gebiet „Oberlauf der Weschnitz und Nebenbäche“ (6318-307) im Zusammenhang mit dem Neubau der B 38, Ortsumgehung Mörlenbach

Auftraggeber:

Amt für Straßen- und Verkehrswesen Bensheim

Auftragnehmer:

Bosch & Partner GmbH

Aufgabenstellung:

Erstellung einer FFH-Vorprüfung

Bearbeitungszeitraum:

2006 - 2007

Die hessische Straßenbauverwaltung beabsichtigt den Neubau einer Ortsumgehung Mörlenbach im Zuge der B 38. Das FFH-Gebiet „Oberlauf der Weschnitz und Nebenbäche“ (6318-307), welches im Untersuchungsgebiet den Mörlenbach inkl. der angrenzenden Uferstreifen östlich der Rückhaltebecken „Weiher“ umfasst, ist aufgrund seiner Lage in Nähe zum geplanten Vorhaben der Ortsumgehung Mörlenbach potenziell dazu geeignet, durch dieses erheblich beeinträchtigt zu werden. Voraussetzung für die Zulassung des Vorhabens ist daher die Feststellung der Verträglichkeit mit den für dieses Gebiet festgelegten Erhaltungszielen.

Zur Ermittlung der Verträglichkeit wurden der Leitfaden des BMVBW (Leitfaden zur FFH-Verträglichkeitsprüfung im Bundesfernstraßenbau, 2004) sowie die Hinweise des Hessischen Ministeriums für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz (FFH-Verträglichkeit JA oder NEIN?, 2005) berücksichtigt und angewendet.

Die Vorprüfung hat die Aufgabe, den Bearbeitungsaufwand für unproblematische Vorhaben zu reduzieren, in dem sie evidente Fälle ausscheidet. Es ist deshalb nicht angebracht, den gesamten Aufwand einer FFH-Verträglichkeitsprüfung in die Phase der Vorprüfung zu verlagern. Die FFH-Vorprüfung wird ausschließlich auf der Grundlage vorhandener Unterlagen und Daten zum Vorkommen von Arten und Lebensräumen sowie akzeptierter Erfahrungswerte zur Reichweite und Intensität von Beeinträchtigungen vorgenommen.

Relevante Schutzgegenstände im Gebiet sind der LRT 3260 (Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion (Anhang I FFH-RL) sowie die Arten Groppe, Bachneunauge und Steinkrebs (Anhang II FFH-RL).