Natura 2000

Verträglichkeitsstudie zum FFH-Gebiet Werra- und Wehretal im Rahmen des Neubaus der BAB A 44 Kassel-Herleshausen

Auftraggeber:

Hessisches Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen, Wiesbaden
vertreten duch das ASV Eschwege

Auftragnehmer:

Arbeitsgemeinschaft Bosch & Partner GmbH / Planungsgruppe Ökologie und Umwelt / FÖA Landschaftsplanung / Simon & Widdig

Aufgabenstellung:

Erstellung einer Verträglichkeitsprüfung für das FFH-Gebiet Werra- und Wehretal

Bearbeitungszeitraum:

Okt. 2003 - April 2005

Das FFH-Gebiet Werra- und Wehretal, das in Nordhessen mit einer Fläche von über 24.000 ha gemeldet wurde, beheimatet als maßgebliche Art das Große Mausohr. Der geplante Autobahnneubau durchschneidet diesen Landschaftsraum auf einer Länge von fünf Planungsabschnitten (Verkehrskosteneinheiten 31 bis 50).

Da das FFH-Recht eine gebietsbezogene Prüfung der Auswirkungen von Projekten erfordert, müssen nach Art. 6 FFH-RL bzw. § 20d Abs. 1, 2 HENatG die abschnittsbezogenen Untersuchungen zu einer gebietsbezogenen Bewertungsaussage zusammengefasst werden.

Vor diesem Hintergrund ist die Verträglichkeitsstudie als Summe einzelner Module konzipiert. Auf der Grundlage einer flächendeckenden Datenbasis werden in den einzelnen Verkehrskosteneinheiten Schadensbegrenzungsmaßnahmen entwickelt und erste Erheblichkeitsabschätzungen vorgenommen. Unter Anwendung der aktuellen Maßstäbe aus Rechtsprechung und Leitfäden wird darauf aufbauend eine gebietsbezogene Bewertungsaussage abgeleitet.

Die besondere Schwierigkeit besteht in der Koordinierung einer einheitlichen Vorgehensweise über alle Planungsabschnitte. Dies leistet federführend die Bosch & Partner GmbH im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft aus vier Planungsbüros.