Umweltbildung

Moorlehrgarten und „See“ am Unterpriel – Naturlehrgebiet Benediktbeuern

Auftraggeber:

Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern
Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern

Auftragnehmer:

Bosch & Partner GmbH

Aufgabenstellung:

Ausführungsplanung und Baubegleitung für einen Moorlehrgarten, See und eine Bachrenaturierung (gem. §15 HOAI, Leistungsphasen 5-9)

Bearbeitungszeitraum:

2004-2005

In den Jahren 2004 und 2005 sollten im Naturlehrgebiet Benediktbeuern ein Moorlehrgarten sowie ein Stillgewässer entstehen. Außerdem war die Renaturierung eines Baches vorgesehen. Im Auftrag des Amtes für Ländliche Entwicklung, München, übernahm Bosch & Partner für das Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern und in Zusammenarbeit mit den Umweltpädagogen und Landespflegern vor Ort die Ausführungsplanung und Baubegleitung für den gesamten Biotopkomplex.

Im ersten Bauabschnitt wurde das etwa 3000 qm große Stillgewässer geschaffen, das ausschließlich als Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere dient und daher unerschlossen bleibt. Lediglich ein Aussichtsturm ermöglicht die Beobachtung von Wasservögeln und anderen Tieren. Außerdem wurde ein vorhandener Bach durch punktuelle Querschnittsaufweitungen und Strukturverbesserungen renaturiert.

Für den Moorlehrgarten bestand die Aufgabe darin, ein Biotop zu schaffen, auf dem (hoch)moortypische Pflanzenarten kultiviert werden. Ziel ist es, dem Besucher die Entstehung, die ökologische Bedeutung und die Nutzungsgeschichte der natürlichen Moorlandschaft näher zu bringen, ohne die sensiblen Primärlebensräume zu stören. Der Moorlehrgarten besteht aus einem ca. 1000 qm großen „Moorkern“ sowie aus einem umgebenden Feuchtwaldbereich, der für Besucher erschlossen wird.

Die besondere Herausforderung des Moorlehrgartens bestand darin, dass es bisher kaum Erfahrungen mit der Schaffung künstlicher Moore gibt und die geeignete Bauausführung daher aus theoretischen Überlegungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Moorentstehung und –renaturierung entwickelt werden musste.