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Natura 2000

Verträglichkeitsstudie zum FFH-Gebiet „Haseder Busch, Giesener Teiche, Gallberg, Finkenberg“ im Rahmen der Verlegung der B 1 - Ortsumfahrung Himmelsthür

Auftraggeber:

Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr

Auftragnehmer:

Bosch & Partner GmbH

Aufgabenstellung:

Erstellung einer Verträglichkeitsprüfung für das Gebiet „Haseder Busch, Giesener Teiche, Gallberg, Finkenberg“

Bearbeitungszeitraum:

seit 2004

Bereits 1995 wurde die Planfeststellung der Ortsumfahrung Himmelsthür beantragt. Der positive Planfeststellungsbeschluss wurde aus FFH-Gründen beklagt und 1998 vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg sowie 2000 in Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht verhandelt, jeweils mit der Feststellung von Rechtsfehlerhaftigkeiten der Planfeststellungsentscheidung. Um die offenen Fragen zur FFH-Verträglichkeit zu klären, wurde eine Verträglichkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Aufgabe der FFH-Verträglichkeitsprüfung ist es, die Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele des FFH-Gebietes zu ermitteln und zu bewerten. Im konkreten Fall sind hier insbesondere die durchgeführten Untersuchungen zur Ermittlung möglicher Beeinträchtigungen der Lebensraumtypen 6210 „Naturnaher Kalk-Trockenrasen“ und 6510 „Magere Flachlandmähwiesen“ sowie der Anhang-II-Art „Kammmolch“ hervorzuheben. Im weiteren Planungsprozess wurden in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden die Möglichkeiten zur Vermeidung von Beeinträchtigungen der betroffenen Erhaltungsziele überprüft und umgesetzt.

Da trotz der ergriffenen Schadensbegrenzungsmaßnahmen nicht alle Beeinträchtigungen zu vermeiden waren, wurden kohärenzsichernde Maßnahmen im Netz Natura 2000 abgeleitet. So wurden z.B. für den vom Vorhaben betroffenen Kammmolch spezifische Maßnahmen zur Sicherung der günstigen Erhaltungszustandes der lokalen Population entwickelt.