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Natura 2000

Verträglichkeitsstudie/Ausnahmeprüfung für das FFH-Gebiet „Herrenwald östlich Stadtallendorf“ zum Neubau der BAB A 49, Abschnitt Stadtallendorf-Gemünden (BAB A5)

Auftraggeber:

Amt für Straßen- und Verkehrswesen Marburg

Auftragnehmer:

Bosch & Partner GmbH in Zusammenarbeit mit Simon & Widdig GbR

Aufgabenstellung:

Erstellung einer Verträglichkeits-/ Ausnahmeprüfung zum FFH-Gebiet „Herrenwald östlich Stadtallendorf“

Bearbeitungszeitraum:

2006 - 2009

Im Jahr 2002 wurde mit Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens die im Raumordnungsverfahren abgestimmte Trassenführung der geplanten BAB A 49, die sog. Herrenwaldvariante, bestätigt. Im Jahr 2004 hat das Land Hessen im Zuge des Meldeprozesses von FFH-Gebieten das Gebiet „Herrenwald östlich Stadtallendorf“ aufgrund des bis dato größten Vorkommens des Kammmolches im Naturraum D 46 an die Europäische Union zur Meldung als FFH-Gebiet vorgeschlagen. Hierdurch änderten sich die zulassungsrechtlichen Voraussetzungen für das geplante Vorhaben.

Gemäß § 34 BNatSchG musste die Verträglichkeit des Vorhabens mit den Erhaltungszielen des Gebietes überprüft werden. Die Herrenwaldvariante verlief zentral durch das FFH-Gebiet, erhebliche Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele hätten nur durch aufwändige Maßnahmen (Untertunnelung des Gebietes) vermieden werden können. In einem umfangreichen Variantenvergleich und nach Abwägen der umweltfachlichen, raumordnerischen, verkehrlichen und wirtschaftlichen Belange wurde eine veränderte Linienführung der BAB A 49 im Abschnitt VKE 40 entwickelt.

Da die veränderte Linienführung der BAB A 49, VKE 40 im westlichen Bereich des FFH-Gebietes „Herrenwald östlich Stadtallendorf“ verläuft, wurde auch für diese Linienführung die Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen des Gebietes geprüft. Aufgrund der aktuellen Rechtsprechung  (A 143, Halle und A 44, Hess. Lichtenau) stellt die Verträglichkeitsprüfung erhebliche Beeinträchtigungen der LRT *91E0, 6510, 9110, 9130, 9160 fest. Im Rahmen der FFH-Ausnahmeprüfung wurden für diese LRT umfangreiche Kohärenzmaßnahmen entwickelt. Für den prioritären LRT *91E0 wurden die Unterlagen zur EU-Beteiligung zusammengestellt.