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Bebauungsplan Photovoltaik-Freiflächenanlage Zicherie – westlich B244

Auf 85 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche westlich der Ortschaft Zicherie im Landkreis Gifhorn, Niedersachsen, wird von der RWE Renewables Europe & Australia GmbH ein Solarpark errichtet.

© Bosch & Partner - J. Krensel

Auftraggeber:in : RWE Renewables Europe & Australia GmbH
Auftragnehmer:in : Bosch und Partner GmbH mit Gruppe Planwerk (B-Plan) und Ökoplan (Kartierungen)
Aufgabenstellung : Umweltbericht und Artenschutzbeitrag zum B-Plan
Bearbeitungszeitraum : 2023 bis 2025

Anlass für die Aufstellung des Bebauungsplans „Sondergebiet Photovoltaik-Freiflächenanlage Zicherie – westlich B244“ ist, dass der Flecken Brome seinen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten möchte.

Der Geltungsbereich umfasst rund 85 ha. Eine Teilfläche des geplanten Solarparks ist im Regionalen Raumordnungsprogramm des Regionalverbands Großraum Braunschweig (2008) als Vorranggebiet für die Windenergienutzung ausgeschrieben. Das Potenzial des Windvorranggebiets wird durch drei bestehende Windenergieanlagen bereits vollständig ausgeschöpft. Im B-Plan wird diese Fläche als Sondergebiet mit kombinierter Zweckbestimmung „Windenergie- und Photovoltaikfreiflächenanlagen“ unter Berücksichtigung des Vorrangs von Windenergie ausgewiesen. Grundsätzlich ist eine doppelte Ausnutzung der Flächen für die Produktion von Wind- und Solarenergie energiepolitisch sinnvoll, da die Erzeugung der erneuerbaren Energie unterschiedliche Wetterbedingungen erfordert. Durch sich ergänzende Lastprofile und Ausnutzung der begrenzten Netzkapazitäten wird eine maximale Ausnutzung ermöglicht.

Eine weitere Besonderheit des Solarparks ist das Konzept der externen Ausgleichsmaßnahmen. Durch das Vorhaben sind 31 Brutpaar der Feldlerche betroffen. Eine Kompensation findet außerhalb des Solarparks in Form eines Rotationskonzepts statt. Die Maßnahmen (Ackerbrache mit Blühstreifen, extensive Äcker/Lichtäcker und extensives Grünland) werden drei Jahre lang auf denselben Flächen umgesetzt. Danach wechseln die Maßnahmen auf andere Flächen, sodass die zuvor eingebundenen Flächen für die nächsten drei Jahre wieder konventionell bewirtschaftet werden können. Diese Rotation schafft mehr Flexibilität in der Flächenbewirtschaftung und fördert die Akzeptanz der Maßnahmen bei den Landwirten. Das Rotationskonzept wird über die gesamte Betriebsdauer des Solarparks fortgeführt.