Vorbereitung und Begleitung des EEG-Erfahrungsberichts zur solaren Strahlungsenergie
Auftraggeber:in : Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Auftragnehmer:in : Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden- Württemberg (ZSW), Bosch & Partner GmbH
Aufgabenstellung : Die aktuellen dynamischen Entwicklungen im Bereich der Solar-Freiflächenanlagen werden analysiert mit dem Ziel, den Erfahrungsbericht des BMWE fachlich vorzubereiten und die laufende Fortschreibung vergütungsrechtlicher Rahmenbedingungen zu unterstützen. Es geht allgemein u.a. um Art und Umfang der Flächeninanspruchnahme, Ermittlung der Ausbaupotenziale, räumliche Steuerung und Aspekte der Umweltverträglichkeit des Vorhabentyps, aber auch EEG-spezifischere Teilaspekte.
Bearbeitungszeitraum : 2020 bis 2024
Veröffentlichung : Wissenschaftlicher Bericht - Vorbereitung und Begleitung bei der Erstellung eines Erfahrungsberichts gemäß § 97 Erneuerbare-Energien-Gesetz Teilvorhaben solare Strahlungsenergie, Zwischenbericht, Juni 2023 >> Link (Bundeswirtschaftsministerium)
Im Vorhaben beobachten die Auftragnehmenden das komplexe Geschehen um die Solarenergie zur Erreichung der nationalen Ausbauziele. Zur Erreichung einer gleichzeitig umweltverträglichen Entwicklung werden Aspekte wie Flächeninanspruchnahme, Flächennutzungen, Potenziale, raumordnerische Steuerungsansätze, naturschutzfachlichen Teilthemen und weitere EEG-spezifische Ansätze analysiert und mit dem BMWE diskutiert. Aus den Ergebnissen:
Zum Jahresende 2022 waren knapp 20 GW PV-FFA installiert. Von diesen Anlagen wird eine Fläche von rund 34.700 Hektar belegt, davon auf Ackerflächen 10.900 Hektar (31 %).
Der Flächenbedarf neuer Freiflächenanlagen war bis zum Jahr 2022 auf knapp 1 Hektar pro MW gesunken.
Zur Erfüllung der geltenden Ausbauziele bis 2040 werden bis ca. 200.000 Hektar Fläche in Anspruch genommen sein, das sind deutschlandweit ca. 0,5 %.
Die Standortsteuerung, ausgehend vom EEG über die Aktivitäten in der Landes- und Regionalplanung sowie auf kommunaler Ebene werden erfasst, analysiert und zusammenfassend kommentiert. Die Folgen der Aufnahme des überragenden öffentlichen Interesses gemäß § 2 EEG werden in den Blick genommen.
Potenzielle nachteilige Umweltauswirkungen, aber auch mögliche Gewinne für den Naturhaushalt z.B. bei der Biodiversität sind an der jeweiligen Ausgangssituation zu messen. Besonderes Augenmerk gilt der zunehmenden flächenhaften Dimension der Solar-Kraftwerke. Der Diskussionsstand um die möglichen Beeinträchtigungen von Offenlandlebensräumen und deren Bewohnern wird nachvollzogen.
Besondere Anlagenkonzepte wie Agri-PV und Biodiv-PV werden als Mehrfachnutzungskonzepte beschrieben, die jeweiligen Anforderungen diskutiert.



